Angst, Phobie, Panik. Was sind die Unterschiede

Unterschied Angst, Phobie, Panik? Was ist es denn nun?

 

Hast du jetzt Angst davor dir in die Hose zu machen? Oder ist es Furcht?

Könnte es eine Phobie sein, oder ist es schon Panik?

So viele Begriffe, nur weil man Schiss hat, das es in die Hose geht. Kann man die Unterschiede theoretisch noch erklären, sieht es in der Praxis schon etwas anders aus.

Außenstehende würden es einfach als Angst vor etwas bezeichnen.

Um Licht in die Sache zu bringen, hier eine Erklärung der einzelnen Angstzustände.

Unterschied Angst, Phobie oder Panik. Und um es noch verwirrender zu machen, noch eine Erklärung für Furcht.

 

Unterschied Angst, Phobie, Panik, Furcht

 

Furcht

 

Auslöser der Furcht ist eine reale Bedrohung. Tritt als Warnsignal des Körpers sofort auf, verschwindet aber genauso schnell bei verschwinden der Bedrohung.

Furcht ist das, was weitläufig und umgangssprachlich als Angst bezeichnet wird.

Es ist eine Emotion wie Freude, Liebe oder Hass. Der Körper entwickelt einen Schutzmechanismus gegenüber einer klar definierten Gefahr.

Furcht ist mehr oder weniger begründet und auf ein Objekt oder einer Situation bezogen. Furcht bezieht sich auf tatsächliche Bedrohungen.

So ist es mit der Angst vorm Zahnarzt, was eigentlich keine Angst ist sonder Furcht.

Eine Wurzelbehandlung ist nun mal kein Vergnügen und so entwickelt der Körper seinen Schutzmechanismus.  Auch wenn es nicht schmerzhaft sein muss, es ist aber auch nicht auszuschließen.

Die Gefahr des Schmerzes ist tatsächlich.

Furcht schützt dich vor Situationen und Gefahren und mahnt zur Vorsicht.

 

 

Angst

 

Angst ist unklar und unbegründet. Selbst der Betroffene kann mit seinem gesunden Menschenverstand feststellen, das es keinen Grund für seine Angst gibt.

Und trotzdem ist sie da.

Bei Dunkelheit, vor Geistern, allein zu Hause oder auf dem Friedhof. Der Angstauslöser ist sehr unklar. Der Körper ist in ständiger Anspannung und Aufmerksamkeit.

Immer in Erwartung auf die Gefahr.

Angst stützt sich auf Vermutungen. Nachts allein auf der Straße passiert höchstwahrscheinlich weniger als am Tag.

Trotzdem kann die Angst dein ständiger Begleiter sein. Vor was auch immer.

 

 

Phobie

 

Abneigung gegenüber einer genau definierten Situation oder eines Objektes.

Phobie ist ein Art von Angststörung, unbegründet und unangemessen hoch. Der Auslöser muss um jeden Preis vermieden werden.

Es kommt zu keinem Abgleich mit der Realität.

Die Spinne, und ist sie noch so klein, kann zur Panik führen.

Große Menschenmengen, kleine und enge Räume, leere Gläser und was es noch so alles gibt…

 

 

Panik

 

Panik ist das Resultat von Furcht, Angst und Phobie. Panik sind die körperlichen Symptome.

Unkontrolliertes Verhalten durch Angst, Furcht oder Phobie. Schweißausbrüche, Herzrasen oder Atemnot und Kreislaufbeschwerden bleiben nicht aus.

Die Symptome können sich ins unermessliche steigern solange die Ursache nicht beseitigt ist.

 

 

Angststörung

 

Angst ist normal. Es ist eine Emotion. Sie gehört zu unserer Psyche wie jede andere Gefühlsregung auch. Doch sie muss in einem gesunden Verhältnis stehen.

Jede Abweichung davon ist eine Störung, die Angststörung.

Die ständige Anspannung und Sorgen in alltäglichen, unbegründeten Situationen.

Angststörungen können das Leben erheblich beeinträchtigen.

Im Extremfall kann es so weit gehen, das der Weg zur Arbeit und sogar der Schritt vor die Tür zur Unmöglichkeit wird.

Auch die Angst in die Hose zu machen ist eine Angststörung. 7,5 Milliarden Menschen „Müssen“ auch, haben die etwa alle Angst?

 

 

 

 

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